Aktuelle Meldungen

12.06.17 Europäisch geförderte Alzheimerforschung an der HHU

Im Dezember 2016 erhielt Dr. Wolfgang Hoyer vom Institut für Physikalische Biologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und vom Forschungszentrum Jülich einen der begehrten Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC). Mit rund 2 Millionen Euro Fördermitteln wird Dr. Hoyer mit seinem Team in den kommenden fünf Jahren in Düsseldorf Therapieansätze gegen Proteinverklumpungen erforschen, die Krankheiten wie Alzheimer auslösen können.


13.03.17 Erfolg für Düsseldorfer Alzheimer-Forscher im START-UP Wettbewerb

Zwei Gründerteams aus der Alzheimer-Forschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) haben im Wettbewerb „START-UP-Hochschul-Ausgründungen NRW" des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) des Landes Nordrhein-Westfalen je eine Förderempfehlung erhalten. Bei Bewilligung werden beide Projekte über eine Laufzeit von 18 Monaten mit je 240 000 Euro bei der Gründungsvorbereitung unterstützt. Das Förderprogramm hilft so bei der Weiterentwicklung innovativer Ideen zu marktreifen Technologien. Beide Ausgründungsvorhaben gehen aus der gemeinsamen Forschung des Instituts für Physikalische Biologie der HHU und des Institute of Complex Systems (ICS-6) am Forschungszentrum Jülich hervor. Fokus des ersten Gründungsvorhabens ist es, ein Frühdiagnostikverfahren, das auf der hochpräzisen Messung eines Alzheimer-Biomarkers basiert, zur Marktreife weiterzuentwickeln. Das zweite Projekt verfolgt die Weiterentwicklung zur Marktreife von Testverfahren für eine effizientere Auswahl geeigneter Wirkstoffkandidaten gegen die Krankheit.


06.03.17 Künstliche Amyloid-Plaques erforschen: Erwin Niehaus-Preis geht an Alexander Büll

Jun.-Prof. Dr. Alexander Büll ist am gestrigen Freitagabend mit dem Erwin Niehaus-Preis der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) geehrt worden. Das Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro kommt seinem Grundlagenforschungsprojekt „Untersuchung von künstlichen Amyloid-Plaques“ zugute.


26.02.17 Fluoreszierende Proteine in neuen Farben

Forschern aus Jülich und Düsseldorf ist ein wichtiger Schritt gelungen, um sogenannte LOV-Proteine in Zukunft noch besser für biotechnologische Anwendungen nutzbar zu machen. In Pflanzen- und Bakterienzellen regulieren diese leuchtenden Eiweißmoleküle viele vom Licht abhängige Prozesse. Sie haben aber auch günstige Eigenschaften für unterschiedliche lichtbasierte Anwendungen. So können sie unter anderem als neue Klasse von Markierungsmolekülen dienen, um zelluläre Prozesse mithilfe der Fluoreszenzmikroskopie zu analysieren.


06.02.17 Wirkstoff gegen Alzheimer: Forscher aus Düsseldorf und Jülich ist neuen Substanzen auf der Spur

Bei der Alzheimer-Krankheit verklumpt das Beta-Amyloid-Protein und bildet im Nervengewebe zunächst so genannte Oligomere und später Ablagerungen, so genannte Plaques. Beide wirken toxisch auf das Nervengewebe. Dr. Wolfgang Hoyer von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) möchte potentielle Hemmstoffe gegen Beta-Amyloid identifizieren. Gefördert wird das zweijährige Forschungsprojekt mit 39.900 Euro von der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI).


19.01.17 Hochschulrat Prof. em. Detlev Riesner erhält Verdienstorden des Landes NRW

Dem Hochschulrat der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. em. Dr. Dr. h.c. Detlev Riesner, wurde durch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Die Ministerpräsidentin würdigte Riesner als einen "der profiliertesten Naturwissenschaftler unseres Landes und gleichzeitig einen Unternehmer mit Vorbildcharakter." Von 1980 bis 2006 war Prof. Riesner Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Physikalische Biologie.


20.12.16 Erstmals „Funktionsverlust“ des Alzheimer-Proteins Aβ beobachtet

Forscher des Instituts für Physikalische Biologie und des Jülicher ICS-6 zeigen, dass Amyloid-β in der aggregierten Form seine Fähigkeit verliert, an das GM1-Gangliosid zu binden – einen Bestandteil von Nervenzellmembranen, der in viele neuronale Prozesse involviert ist. Das Ergebnis wirft die Frage auf, ob im Krankheitsverlauf neben toxischen Wirkungen der Aggregate auch der Verlust einer möglichen physiologischen Funktion des Aβ-Einzelproteins eine Rolle spielt. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Biochemistry veröffentlicht.


16.12.16 ERC Consolidator Grant für Dr. Wolfgang Hoyer

Dr. Wolfgang Hoyer erhält einen der renommierten Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrates ERC. Für das Projekt "BETACONTROL" werden dem Wissenschaftler über einen Zeitraum von fünf Jahren rund 2 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt. Hoyer ist Forschungsgruppenleiter am Institut für Physikalische Biologie sowie am Institute of Complex Systems (ICS-6: Strukturbiochemie) des Forschungszentrums Jülich. Europaweit hatten sich über 2300 Wissenschaftler in der aktuellen Ausschreibungsrunde des ERC beworben.


16.12.16 Autophagie und der Kampf gegen Viren

Am 10. Dezember wird in Stockholm der diesjährige Medizin-Nobelpreis für die Erforschung molekularer Grundlagen der Autophagie vergeben. Dieses „Recycling-System“ der Zelle steht, wie neuere Forschung gezeigt hat, mit zahlreichen krankheitsrelevanten Vorgängen im Organismus in Verbindung. Ein wichtiges Beispiel dafür sind virale Infektionen.

Wissenschaftler der Arbeitsgruppe „Virus-Wirt-Interaktionen“ am Institut für Physikalische Biologie sowie am Jülicher Institute of Complex Systems (ICS-6) haben ein Protein des Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) im Visier, das Bestandteile des Autophagiesystems zu kapern scheint – eine Spur, die jetzt mit neuen High-End-Methoden weiter verfolgt werden soll. Postdoc und Arbeitsgruppenmitglied Dr. Alexandra Boeske gibt im Interview einen Einblick in die Forschung und erklärt die entscheidenden Vorteile der Kombination von Struktur- und Zellbiologie.


16.12.16 Solanezumab: Ein Rückschlag für die Alzheimerforschung?

Vergangene Woche beendete das Pharmaunternehmen Eli Lilly eine große Zulassungsstudie für ein Medikament gegen Alzheimer – mit enttäuschendem Resultat. Der Gedächtnisabbau konnte bei den behandelten Patienten nicht gestoppt oder verlangsamt werden. Solanezumab – so der Name des untersuchten Medikaments – konzentriert sich auf Amyloid-Beta-Proteine als Krankheitsursache. Auch in Düsseldorf und Jülich bei Forschern um Prof. Dieter Willbold steht das Protein im Zentrum der Aufmerksamkeit. Prof. Willbold erklärt, warum sie durch dieses Ergebnis ganz und gar nicht entmutigt sind.


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